Der Film

Der Film handelt von Menschen und Kellern und was Menschen in ihren Kellern in der Freizeit tun. Der Film handelt von Obsessionen. Der Film handelt von Blasmusik und Opernarien, von teuren Möbeln und billigen Herrenwitzen. Von Sexualität und Schussbereitschaft, Fitness und Faschismus, Peitschenschlägen und Puppen.

Nach seiner großangelegten Paradies-Trilogie kehrt Ulrich Seidl zur dokumentarischen Form zurück. Mit den für ihn typischen Tableaus ist Im Keller ein Filmessay, tragisch und komisch: eine Nachtmeerfahrt durch das Souterrain österreichischer Seelen.

Der Keller ist in Österreich ein Ort der Freizeit und der Privatsphäre. Viele Österreicher verbringen mehr Zeit im Keller ihres Einfamilienhauses als im Wohnzimmer, das oftmals nur zu Repräsentationszwecken dient. Im Keller gehen sie ihren eigentlichen Bedürfnissen nach, ihren Hobbys, Leidenschaften und Obsessionen. In unser aller Unterbewusstsein ist der Keller aber auch ein Ort der Dunkelheit, ein Ort der Angst, ein Ort der menschlichen Abgründe. Ulrich Seidl

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Credits

Österreich 2014, 85 min

Regie: Ulrich Seidl | Idee und Konzept: Ulrich Seidl, Veronika Franz | Kamera: Martin Gschlacht | Zusätzliche Kamera: Hans Selikovsky | Zweite zusätzliche Kamera: Wolfang Thaler | Ton: Ekkehart Baumung | Schnitt: Christoph Brunner | Produktionsleitung: Louis Oellerer, Max Linder | Herstellungsleitung: Konstantin Seitz | Produzent: Ulrich Seidl | DarstellerInnen: Fritz Lang, Alfreda Klebinger, Manfred Ellinger, Inge Ellinger, Josef Ochs, Alessa Duchek, Gerald Duchek, Cora Kitty, Peter Vokurek, Walter Holzer uva.

Produktion: Ulrich Seidl Film Produktion
Mit Unterstützung von: Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien, Land Niederösterreich
Koproduziert von: ORF (Film/Fernseh-Abkommen), coop99 filmproduktion, WDR
In Zusammenarbeit mit: Arte